Water Quality

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Wasser für die Teezubereitung

Bei der Teezubereitung ist nicht nur die Wassertemperatur, sondern vor allem auch die Beschaffenheit des Wassers an sich von großer Wichtigkeit. Selbst das Aroma hochwertiger Tees kann durch den Gebrauch ungeeigneten Wassers zerstört werden. Die japanische Vereinigung der „Japanese Tea Instructor“ erklärt sogar, dass die Qualität des Teeaufgusses zu 99 % vom Wasser bestimmt wird.

Auch der Geschmack von Schwarztees und Kaffee wird entscheidend vom verwendeten Wasser beeinflusst. Am empfindlichsten reagiert jedoch unfermentierter grüner Tee, welcher je nach Wasserbeschaffenheit völlig unterschiedliche Aromen entwickelt. Leider wird dieser Aspekt häufig vernachlässigt, einer der Hauptgründe, weswegen z.B. die Vorurteile, grüner Tee sei „bitter“ oder „sauer“, entstehen.

Japanisches Wasser – ideal zum Tee kochen

In Japan ist das Leitungswasser generell ausgesprochen weich und wird häufig zu Hause für Alltagstees gebraucht. Zwar wird das Leitungswasser in vielen Teilen Japans mit Chlor versetzt; dieses entweicht jedoch beim drei- bis fünfminütigen Köcheln.

Trotzdem sich das unbehandelte Japanische Leitungswasser generell zum Teekochen eignet, werden in der Regel Wasserfilter oder weiche, Magnesium- und Calciumarme Mineralwässer empfohlen. Die „Japanese Tea Instructor“-Vereinigung empfiehlt Wasser mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7 und möglichst geringen Calcium- und Magnesiumanteilen. Diese liegen bei japanischen Wassern häufig unter 10 mg/l, Werte, die in Europa kaum zu finden sind. Bei MaikoTea haben wir verschiedene europäische Wasser getestet und können als groben Anhaltspunkt Calciumwerte von unter 50 mg/l und Magnesiumwerte unter 30 mg/l empfehlen.

Europäisches Wasser

In Deutschland und generell in Europa ist das Leitungswasser deutlich härter und kalkhaltiger, als in Japan. Wenn Sie solches Wasser zum Teekochen verwenden, erhalten Sie einen ausgeprägt bitteren Geschmack und das feine und bei einigen Teesorten ausgesprochen süße Aroma geht verloren. Darüber hinaus macht kalkhaltiges, hartes Wasser den Aufguss trübe und verleiht ihm einen dunklen Rotstich. Wenn Sie den Aufguss über längere Zeit stehen lassen, wird er noch trüber und dunkler.

Wodurch wird die Wasserhärte bestimmt?

Die Wasserhärte wird durch die Menge der im Wasser gelösten Erdalkali-Ionen bestimmt. Die wesentlichen Härtebildner sind Calcium und Magnesium. Die gelösten Härtebildner können unlösliche Verbindungen wie z.B. Kalk bilden, sowie Farbe und Geschmack von Tee und anderen empfindlichen Getränken oder Speisen beeinträchtigen.

In Deutschland werden drei Härtegrade für Wasser unterschieden:

  • Härtebereich weich: weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 °dH)

  • Härtebereich mittel: 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 bis 14 °dH)

  • Härtebereich hart: mehr als 2, 5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht mehr als 14 °dH)

Weiches Wasser mit einem Härtegrad von 7 gilt enthält in etwa 50 mg Calcium pro Liter.

Was ist der pH-Wert?

Die zuständigen Wasserversorgungsunternehmen geben Ihnen auf Anfrage Auskunft über den Härtegrad sowie den pH-Wert Ihres Leitungswassers.

Der pH- Wert wird auf einer Skala von 0-14 gemessen. Wasser in seiner ursprünglichen Form hat einen pH-Wert von 7 (neutral). Werte unter 7 zeigen saure Lösungen an, Werte über 7 zeigen alkalische (oder basische) Lösungen an. Wasser mit einem pH-Wert von 7 oder darunter ist meistens weiches Wasser, während alkalisches Wasser mit einem pH-Wert über 7 in der Regel hartes Wasser ist. In Deutschland darf das Trinkwasser gemäß der Trinkwasserverordnung einen pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 aufweisen.

Neben der Menge an gelösten Calcium- und Magnesium-Ionen ist also die Säure/Baseneigenschaft des Wassers entscheidend für die Teezubereitung. Hierbei kann der Calciumgehalt häufig als Indikator für den pH-Wert des Wassers gelten.

Der pH-Wert und die Farbe des Aufgusses

Saures Wasser

(pH-Wert <7)

Neutrales Wasser

(pH-Wert 7)

Alkalisches Wasser

(pH-Wert >7)

Je saurer das Wasser, desto schwächer wird die Farbe des Tees. Bei einem Wert unter 4 wird der Aufguss fast farblos.

Der Aufguss erhält die „richtige“, klare Farbe. Diese verändert sich nicht, wenn der Tee über längere Zeit stehen gelassen wird.

Der Aufguss wird trübe und kann einen dunklen Rotstich aufweisen. Lässt man den Tee stehen, verdunkelt sich die Farbe weiter.



Der Kauf von Mineralwasser zur Teezubereitung

In Europa enthalten viele Mineralwässer sehr viel Calcium, welches beim Kochen eine große Menge Kalk bildet. Außerdem weist Mineralwasser häufig eine hohe Konzentration an Hydrogencarbonat auf, welches beim Kochen zerfällt und dadurch den pH-Wert erhöht. Solches Mineralwasser ist zum Teekochen nicht geeignet.


Eines der wenigen Ausnahmen bildet das bekannte französische Wasser Volvic. Mit einem pH-Wert von 7,0, Calciumanteil 11,5 mg und Magnesiumanteil 8,0 mg pro Liter ähnelt es am ehesten den japanischen Wassern. In unserem Wasservergleich hat Volvic am besten abgeschnitten.

Als weitere fürs Teekochen geeignete weiche Wasser gelten z.B.:


S.Bernardo (Italien)

Spa (Belgien)

Luso (Portugal)

Norwater (Norwegen)

Crystal Geyser (USA)

Unter den mittelharten Wassern gelten z.B. folgende als geeignet:

Evian (Frankreich)

Valvert (Belgien)

Highland Spring (UK)




Aufbereitung von Leitungswasser


Wenn Sie Leitungswasser zum Teekochen verwenden, informieren Sie sich bei ihrem Wasserversorgungsunternehmen über den pH-Wert und Härtegrad Ihres Wassers. Sollte Ihr Wasser einen pH-Wert von über 7 aufweisen, raten wir Ihnen dringend dazu, Ihr Wasser mit einem Wasser-Enthärter (in der Regel ein Ionenaustauscher) aufzubereiten. Dabei werden die im Wasser gelösten Kationen (positiv geladene Teilchen), z.B. Calcium- und Magnesium-Ionen, gegen die an dem Austauscher gebundenen Kationen ausgetauscht. Man unterscheidet dabei zwischen Natrium-Ionenaustauscher und Wasserstoff-Ionenaustauscher. Beim Natrium-Ionenaustauscher wird Calcium aus dem Wasser aufgenommen und dafür Natrium abgegeben. Dieser Austausch ist pH-neutral, d.h., der pH-Wert ändert sich bei der Enthärtung nicht. Beim Wasserstoff-Ionenaustauscher wird Calcium gegen Wasserstoff-Ionen ausgetauscht, dabei senkt sich bei der Enthärtung auch der pH-Wert. Zum Teekochen eignet sich deshalb nur ein Wasserstoff-Ionenaustauscher.


Siedezeit des Wassers

Bitte achten Sie darauf, das Wasser nie längere Zeit kochen zu lassen. Bei längerem Sieden entweicht das im Wasser gelöste Kohlendioxid vollständig. Dadurch verliert es die Fähigkeit, den pH-Wert in einem schwach sauren Bereich zu halten, was nachteilige Folgen für den Geschmack des Tees hat.